Westfälisches Motorenmuseum Heitmann

Im Bann der Motoren

Die Erfindung der Dampfmaschine war der Beginn der industriellen Revolution. Doch die Erfindung des Verbrennungsmotors und dessen erste Weiterentwicklungen machten diese Energie ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erst mobil. Seither wurde viel geforscht, entwickelt und verbessert, sodass mittlerweile diverse Motoren die unterschiedlichsten Geräte antreiben. Das Sägewerk Heitmann in Warendorf erzeugte seinen Strom für den Betrieb seit jeher selbst und bis heute wird die Säge von einem Herforder Dieselmotor angetrieben. In der Landwirtschaft, die die Familie parallel unterhielt, erleichterten ein 11er Deutz-Trecker sowie ein Standmotor derselben Firma die Arbeit. Fasziniert von diesen Maschinen begann Wenzel Heitmann in den 1970er Jahren Motoren zu sammeln. Das Museum zeigt inzwischen eine umfangreiche Sammlung mit der Marke Deutz als Schwerpunkt. Doch neben Deutz-Traktoren aus verschiedenen Jahrzehnten – der älteste ist der oben bereits erwähnte 11er Deutz von 1936 – gibt es auch andere Trecker, die im Münsterland im Einsatzwaren, wie z. B. Fahr, Schlüter, Fendt, Hanomag oder auch Hagedorn. Die Firma Hagedorn fertigte in Warendorf von 1902 bis 1992 Landmaschinen. Trecker baute sie in kleinen Stückzahlen und das auch nur bis 1950. Eines der letzten Modelle, von denen nur 54 Stück produziert wurden, findet sich ebenfalls in der Heitmann’schen Sammlung. eben Treckern, Dampfmaschinen und Motoren, auch solchen von Flugzeugen und Helikoptern, präsentiert das Museum eine rekonstruierte alte Tankstelle aus den 1950er Jahren, eine alte Fahrschule mit Modellen und Schautafeln und eine Reihe historischer Öldosen und -kannen aus Blech. Ein Tante-Emma-Laden und eine Sammlung von Spielzeug- Lkws und –schleppern finden ebenfalls Platz im Museumsgebäude.

1. Westfälische Deutzer Motorensammlung
Vohren 90
48231 Warendorf
Tel. (02586) 1319
www.deutzmotorenheitmann. de

Öffnungszeiten
jeden 1. Sa u. So im Monat
11 – 16 Uhr

ÖPNV
Bahnhof Vohren (Bus)