Sinalco

Erfrischendes mit Punkt – Brause aus Detmold

Weltweit bekannt ist ein Erfrischungsgetränk, dessen fruchtige Grundsubstanz jahrzehntelang in Detmold hergestellt wurde. Dass die Brause diesen Erfolgsweg einschlagen konnte, findet seinen Grund im Zusammentreffen zweier Männer: des Detmolder Kaufmanns und Getränkefachmanns Franz Hartmann und des Radebeuler Naturheilkundlers Friedrich Eduard Bilz. Die Bekanntheit und der gute Name des Naturheilkundlers Bilz Ende des 19. Jahrhunderts, das umfassende Marketing des cleveren Geschäftsmanns Hartmann sowie die Bereitschaft der Menschen, zu der Zeit nach allem zu greifen, was Gesundheit versprach, waren die Triebkräfte der Erfolgsgeschichte. So entstand 1902 die „Bilz-Brause“, bestehend aus einheimischen Obstsorten und exotischen Früchten. Ein Jahr später ließ Hartmann nach einem Entwurf des Architekten A. Hanke in der Bahnhofstraße in Detmold ein Produktions- und Verwaltungsgebäude errichten. Die Produktionsfläche erstreckte sich bis zur Sedanstraße und wurde später ständig erweitert. Das Jahr 1905 wurde dann zur Geburtsstunde des heutigen Markennamens: Mittels eines Preisausschreibens kam das Getränk zu seinem neuen Namen Sinalco, der vom Lateinischen „sine alcohole“ (ohne Alkohol) herrührt. Bereits 1907 entwickelte sich Sinalco zur Weltmarke. Das Unternehmen exportierte Getränke in die ganze Welt mit Schwerpunkt Südamerika und Nahost. 1937 bekam Sinalco den roten Punkt mit schrägem Schriftzug als charakteristisches Markenzeichen. Was folgt, ist eine über hundertjährige Unternehmensgeschichte, in der die Führungskräfte häufig wechselten, die Marke jedoch stets unverwechselbar blieb. Die neobarocken Gebäude in der Detmolder Bahnhofstraße stehen seit 1987 unter Denkmalschutz. Heute wird Sinalco nicht mehr in Detmold produziert, sondern in Duisburg- Walsum. Die Verwaltungsgebäude sind als Büroräume vermietet.

Sinalco
Bahnhofstraße 2
32756 Detmold
Öffnungszeiten
nur von außen zu besichtigen
ÖPNV
Bahnhof Detmold

Sinalco