Ringlokschuppen

Hardrock und Eisenbahn

Der Bielefelder Ringlokschuppen wurde zusammen mit dem Bahnbetriebswerk 1905 an der Stadtheider Straße errichtet. Der Schuppen mit neun Gleisen musste schon 1922 auf 22 Stellplätze erweitert werden. Zu diesem Zeitpunkt setzte die Bahn auch die neue 23 Meter große Drehscheibe in Betrieb. In dem Gebäude befanden sich neben den Stellplätzen auch Verwaltungsräume und Übernachtungsmöglichkeiten für Lokführer. Nach der weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg baute die Bahn den Ringlokschuppen erst in den 1950er Jahren wieder auf. In den 1970ern zogen schließlich die ersten Dieselloks in das Gebäude ein. Dieseltanks ersetzten die alten Kohlenlager. In einer Werkstatt führten die Bahnmitarbeiten
auch Reparaturen an den Diesellokomotiven durch. Nachdem die Bahn ihr Bahnbetriebswerk Bielefeld 1985 aufgelöst hatte, war das Gebäude dem Verfall preisgegeben. 2002 standen nur noch die Außenmauern. Eine neue Chance erhielt das Industriegebäude, als die legendäre Bielefelder Diskothek und Konzerthalle PC69 nach einem neuen Domizil suchte. In enger Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden schufen ein Bielefelder Architekturbüro und die neuen Nutzer ein multifunktionales Veranstaltungszentrum, das 2003 seine Tore öffnete. Bis zu 2 500 Konzertbesucher sorgen heute für Stimmung in diesem zentralen Bielefelder „Partyschuppen“.

Ringlokschuppen Bielefeld
Stadtheider Straße 11
33609 Bielefeld
Tel. (0521) 5573880
info@ringlokschuppen.com
www.ringlokschuppen.com
Öffnungszeiten
nur für Veranstaltungsbesucher (Außenbesichtigungen möglich)
ÖPNV
Haltestelle Stadtheider Straße (Bahn)

Ringlockschuppen, ca. 1950, Foto Die+ƒelhorst, Stadtarchiv Bielefeld

Ringlockschuppen, ca. 1950, Foto: Stadtarchiv Bielefeld