Meyer und Schwabedissen

Holzbearbeitungsmaschinen für die Möbelindustrie

1872 gründeten der Schlossermeister Johann Friedrich Meyer und sein ehemaliger Lehrling Wilhelm Schwabedissen direkt an der Bahnlinie Köln-Minden eine Maschinenfabrik. In den ersten Jahren stellten Meyer und Schwabedissen unterschiedliche Maschinen für Industrie, Handwerk und Landwirtschaft her. Mit dem Aufschwung der Möbelindustrie in Ostwestfalen spezialisierte sich das Unternehmen auf holzbearbeitende Maschinen. Waren es zuerst Sägewerksmaschinen, baute die Maschinenfabrik zunehmend mehr Tischlereimaschinen wie Hobel- und Fräsmaschinen. Im Laufe der Jahre spezialisierte sich das Unternehmen auf Formatsägen und Plattenaufteilsägen. 1929 entwickelten die Architekten Bauer und Fröhlich das heutige, mit seiner auf die Bahntrasse ausgerichteten und auf das fünfeckige Gelände zwischen Bahngleisen, Diebrocker- und Schlosserstraße zugeschnittenen Gebäude. Es bot ausreichend Platz für die Produktion der nun in Serienfertigung hergestellten Maschinen. Der schlichte Baukörper der Fabrikationshalle, der besonders gut von der Bahnseite aus zu sehen ist, wird gegliedert durch hohe, über alle Etagen reichende Fensterbänder. An der südöstlichen Ecke überragt ein schon in den frühen 1920er Jahren entstandener, nun in das Gebäude einbezogener Treppenturm die Produktionshalle um ein Geschoss. Die nordöstliche Ecke des Gebäudes ist abgerundet und zeigt auf einer über die gesamte Höhe reichenden Werbefläche die Inschrift „Schwabedissen Holzbearbeitungsmaschinen F. Meyer & Schwabedissen Herford i. W. seit 1872“. Die Firma arbeitet heute in modernen Produktionsräumen am Schnatweg. Das ehemalige Firmengebäude und die Inschrift aus der Bauzeit stehen unter Denkmalschutz. Heute befindet sich hier ein Gewerbezentrum.

Meyer & Schwabedissen
Diebrocker Straße 1 – 3
32051 Herford
Öffnungszeiten
nur Außenbesichtigung möglich
ÖPNV
Bahnhof Herford

Meyer Schwabedissen herford