Holzhandwerksmuseum Hiddenhausen

Die Anfänge der Möbelregion Ostwestfalen

In zwei Fachwerkscheunen, die zu der kleinen barocken Anlage des Guts Hiddenhausen der Familie Consbruch gehören, ist seit 1998 das Holzhandwerksmuseum untergebracht. Zahlreiche einzelne Objekte wie Sägen, Bohrer, Drechselbänke, Zirkel, Hobel und viele weitere Werkzeuge und Maschinen für die Holzbearbeitung verweisen auf die handwerklichen Wurzeln der bedeutenden regionalen Möbelproduktion in Herford und den umliegenden Städten und Gemeinden. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine komplett eingerichtete Tischlerwerkstatt aus den 1950er Jahren; im Außenbereich ist eine Sägeanlage zu sehen. Mit vielen Mitmachaktionen, regelmäßigen Führungen und Museumsfesten bietet das Museum Erwachsenen und vor allem Kindern die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Die Erinnerung an die traditionellen handwerklichen Techniken des Tischlerns, Schreinerns, Drechselns und Sägens hat im Kreis Herford eine besondere Bedeutung. Denn bis heute spielt die Holzbearbeitung für die regionale Wirtschaft eine zentrale Rolle. International renommierte Küchenhersteller, wie z. B. die im benachbarten Herford ansässige Firma Poggenpohl, verweisen stets darauf, dass sie als einfache Tischlerwerkstätten angefangen haben. Die Firma die bereits 1892 gegründet wurde, zählt heute zu den bekanntesten und exklusivsten Küchenherstellern weltweit. Ein weiteres Beispiel für die Entwicklung der regionalen Möbelindustrie aus handwerklichen Anfängen ist die Firma Häcker aus Bünde. Das als Bautischlerei 1938 gegründete Unternehmen begann erst 1972 mit der industriellen Fertigung der heute weltweit vertriebenen Luxusküchen. Handwerk als Grundlage der industriellen Entwicklung: ein Thema des Holzhandwerksmuseums Hiddenhausen.

Erlebnis-Museum des Holzhandwerks Hiddenhausen
Maschstraße 16
32120 Hiddenhausen
Tel. (05223) 84882
info@holzhandwerksmuseumhiddenhausen.de
www.holzhandwerksmuseumhiddenhausen.de
Öffnungszeiten
So 14 – 17 Uhr
ÖPNV
Haltestelle Wortmann (Bus)

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