E.ON Westfalen Weser

Strom für die Region Minden –Ravensberg

Die Geschichte der Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg GmbH (EMR) begann 1907. Der Landrat des Kreises Herford, Franz von Borries, machte sich für eine regionale Überlandleitung stark, die von einem Großkraftwerk mit Strom gespeist werden sollte. Bis dahin versorgten sich viele Industrieunternehmen, Mühlen oder Handwerksbetriebe mit eigenen kleinen Kraftstationen. Auch die Stadt Herford hatte ein kleines Wasserkraftwerk an der Bowerre (Schulwall) gebaut. Dieses versorgte aber nur einige umliegende Straßen. Schließlich kam es 1909 zur Gründung der Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg GmbH. Beteiligt waren die Provinz Westfalen, der Freistaat Schaumburg-Lippe, verschiedene Städte und viele Landgemeinden der Kreise Herford und Minden. Erster Direktor wurde Willy Hoffmann, der zuvor bei der AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft, Berlin) beschäftigt war. Das für die Stromerzeugung notwendige Kraftwerk ging 1910 in Kirchlengern ans Netz. Hier hatte sich ein hochwassersicheres Gelände mit direktem Bahnanschluss für die Kohleversorgung gefunden. Mit seinen Überlandleitungen versorgte das Kraftwerk nicht nur industrielle Großverbraucher in Bielefeld und Herford, sondern auch die Bahnhöfe Herford, Bünde, Löhne und Bad Oeynhausen. Zudem warb die EMR stark um Kunden auf dem Land: Die Landwirte sollten den Strom für Beleuchtung und Maschinenbetrieb einsetzen. In Herford errichtete die EMR 1927 ein neues Verwaltungsgebäude nach dem Entwurf des Architekten Prof. Kanold aus Hannover, der schon das Herforder Rathaus geplant hatte. Im 1995 eröffneten Energie-Forum-Innovation in Bad Oeynhausen, das von dem Architekten Frank O. Gehry entworfen wurde, wird in Ausstellungen zum Thema Energie informiert.

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Kraftwerk Kirchlengern, 1953. Foto: E.ON Westfalen Weser