Die Maschinenfabriken Dürkopp und Anker

Vom Industriegelände zum innerstädtischen Modellprojekt

Charakteristisch für die Bielefelder Industriegeschichte sind die Gebäudekomplexe der ehemaligen Metallverarbeitenden Firmen Dürkopp und Adler. Östlich der Innenstadt entstanden zwischen 1870 und 1914 weiträumige Industriegelände. Um die verschiedenen, nacheinander errichteten Firmengebäude miteinander zu verbinden, konstruierten die Architekten dekorative Brücken, die heute noch zu den auffälligsten industriellen Bauwerken Bielefelds gehören.
Die Mechaniker Nikolaus Dürkopp und Carl Schmidt gründeten 1867 die Firma Dürkopp. Diese produzierte zunächst im Wesentlichen Nähmaschinen; später kamen Fahrräder, Autos, Motorräder, Gas-, Benzin- und Petroleummotoren, Milchzentrifugen und Ölreinigungsmaschinen hinzu. Nach und nach entstanden zwischen dem Niederwall und der Teutoburger Straße blockweise die Fabrikgebäude. Ende der 1990er Jahre wurden Teile des ehemaligen Dürkopp-Geländes als innerstädtisches Modellprojekt „Tor 6“ saniert. In seinen Neubauten und den historischen Gebäuden befinden sich ein Theater, ein Berufsausbildungsprojekt, ein Jugendgästehaus und Wohnungen. Der auf dem Gelände angelegte Park ist in Erinnerung an die Bielefelder Fahrradproduktion dem Fahrradpionier Georg Rothgiesser gewidmet. Die in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Firmengebäude der Ankerwerke erstrecken sich ebenfalls über mehrere Straßenblocks zwischen Rohrteich- und Turnerstraße. Die 1876 von dem ehemaligen Kompagnon Dürkopps, Carl Schmidt, gegründete Firma stellte im 19. Jahrhundert zunächst Nähmaschinen her. Ab 1894 produzierten sie Fahrräder, seit 1899 auch Registrierkassen und Buchungsmaschinen. 1976 gingen die Ankerwerke in Konkurs. Die Gebäude werden für moderne Wohnungen und Büros saniert.

Maschinenfabrik Anker
Ravensberger Straße 12
33602 Bielefeld

Maschinenfabrik Dürkopp
Turnerstraße 32
33602 Bielefeld
Öffnungszeiten
nur Besichtigung des Geländes möglich
ÖPNV
Haltestelle August-Schröder-Straße (Bahn)

Dürkopp