Denkmal Rommenhöller

Der Begründer der Kohlensäure-Industrie

 

Direkt an der B 64 zwischen Bad Driburg und Brakel, an der Ausfahrt Herste/Schmechten, liegt das Denkmal für Carl Gustav Rommenhöller. In einem Ehrenhain, auf den eine Lindenallee zuführt, steht das architektonische Denkmal aus Sandsteinquadern inmitten einer zweistufigen Terrasse. Es hat einen quadratischen Grundriss, zu allen vier Seiten ein flaches Giebeldreieck und wird von einem gefalteten Zeltdach bedeckt. Zur Lindenallee weist die zweiflügelige Holztür, zu den anderen drei Seiten Zwillingsfenster in expressionistischen Formen. Über dem Eingang zeigt eine große Bronzetafel in einem Medaillon die Portraitbüste mit der Inschrift „Dem Begründer der Kohlensäureindustrie Carl Gustav Rommenhöller 1853 – 1931“. Drei Stufen führen hinab in das Innere. In dem Gebäude finden sich die oberirdischen Gestänge des 1925 erbohrten Carl-Gustav-Sprudels. Mitten in dem kleinen Raum durchstößt das Druckrohr des Sprudels den Fußboden und führt, unterbrochen von mehreren Absperrventilen, bis über das Dach hinaus. In Herste wurde 1894 ein Riesensprudel angebohrt, der ganz Deutschland mit Kohlensäure versorgen konnte. Mit dem Carl-Gustav-Sprudel wurde dieses Feld erneut angebohrt. Die weitere Verarbeitung und Abfüllung der Kohlensäure erfolgte in dem Werksgebäude mit Bahnanschluss am nördlichen Dorfrand Herstes. Der erhaltene Gebäudekomplex gehört heute der Linde AG. Gustav Rommenhöller hatte große Bedeutung für die Kohlensäureindustrie, die ihren Aufschwung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte. Er erreichte die Löschung eines Patentes des Lehrers Raydt, der die Verflüssigung von Kohlensäure in größeren Mengen erfunden hatte. Damit wurde die Nutzung des Verfahrens frei und die industrielle Ausweitung der Kohlensäureproduktion möglich. Zu dem Unternehmen gehören zahlreiche Kohlensäurelagerstätten und -sprudel in ganz Deutschland. Kohlensäure wird nicht nur für Getränke benötigt, sondern überall dort technisch eingesetzt, wo etwas gekühlt werden muss.

 

Einweihung des Denkmals 1931 Foto: Stadtarchiv Bad Driburg
Einweihung des Denkmals 1931
Foto: Stadtarchiv Bad Driburg

 

Denkmal Rommenhöller
B 64 (Ausfahrt
Herste/Schmechten)
33104 Bad Driburg-Herste
Öffnungszeiten
frei zugängliche Anlage
ÖPNV
Bushaltestelle: Altes Forsthaus